www.steuerboykott.de 04.07.2009 zum Forum

Das Finanzsystem zerbricht an seinem Konstruktionsfehler.

Geld entsteht dadurch, dass Zentralbanken und Banken es verleihen. Der gesamten Geldmenge stehen Schulden von Staaten, Unternehmen und Bürgern gegenüber. Jeder einzelne Euro müsste theoretisch - zuzüglich Zinsen - zurückgezahlt werden, aber danach gäbe es kein Geld mehr. Eine Rückzahlung der Staatsschulden ist also unmöglich. Jeder Politiker, der etwas anderes behauptet, belügt den Staat.

Technologie, Wissen und Wohlstand sind im Überfluss vorhanden. Die Frage ist nur, warum bei den Menschen, die all das erwirtschaften, immer weniger davon übrig bleibt und die Politiker uns auf „schwere Zeiten“ einstimmen. Die Antwort darauf liegt in unserem Geld- und Steuersystem.


Artikel 20 Grundgesetz

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.


Die verfassungsmäßige Ordnung wird beseitigt.

Das Finanzsystem durch immer mehr Schulden und Steuern zu erhalten, wird von den Politikern als „alternativlos“ bezeichnet. Die Steuerzahler werden nicht gefragt und haben keinerlei Möglichkeit, ihre Enteignung zu begrenzen oder zumindest bei der Verwendung ihrer Steuergelder mitzureden.

Da unser Geldsystem so aufgebaut ist, dass eine Rückzahlung aller Schulden und Zinsen mathematisch gar nicht möglich ist und die Staatsverschuldung und die Steuern immer weiter steigen müssen, bleibt den Menschen automatisch nach Steuern, Abgaben und Zinsen immer weniger zum Leben übrig. Die Grenzen dessen, was in einer Demokratie durchsetzbar ist, werden zwangsläufig irgendwann erreicht. Es folgt der Polizeistaat.

Elektronische Massenüberwachung, BKA-Gesetz, Online-Durchsuchung, Wohnraum-Verwanzung, Gläserne Bankkonten, Einsatz des Geheimdienstes gegen die Bürger und vieles mehr ist vor allem für einen Zweck vorgesehen und wurde auch schon dafür eingesetzt: Steuereintreibung.

Die freie Meinungsäußerung im Internet wird als nächstes abgeschafft (Details), denn immer mehr Menschen finden hier die Informationen über den wahren Charakter unseres Geld- und Steuersystems und die Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.

Das Geldsystem ist ein Taschenspielertrick.

Sämtliches Geld entstand ausschließlich dadurch, dass jemand es sich vom Bankensystem ausgeliehen hat. Die Buchung war und ist immer: Geld gegen Schuld plus Zinsschuld. Geld ist das Spiegelbild von Schulden. Wenn man alle Guthaben und Schulden miteinander verrechnet, bleiben unter dem Strich die Zinsschulden übrig, die durch den Zinseszinseffekt exponentiell weiter wachsen. Dieses Wachstum der Zinsschulden treibt das Wachstum der Geld- und Schuldenmenge immer weiter an.

Man unterscheidet vor allem zwei Arten von Geld: Zentralbankgeld und Geschäftsbankengeld. Zentralbankgeld (hierzu zählt auch das Bargeld) entsteht, wenn Banken Geld von der Zentralbank ausleihen. Geschäftsbankengeld (hierzu zählt das Geld auf den Konten) entsteht durch den Multiplikatoreffet, also wenn die Banken dasselbe Geld mehrfach weiterverleihen.

2.000 Euro Zentralbankgeld erlauben es einer europäischen Geschäftsbank, Kredite in Höhe von 100.000 Euro zu vergeben (Mindestreservesatz = 2%) und dafür Zinsen zu verlangen. Jeder eingezahlte Bargeld-Euro kann also 50-fach weiterverliehen werden, wodurch die Kreditgeldmenge entsprechend aufgebläht wird. Für jeden abgehobenen Euro hingegen muss die Menge an Kreditgeld entsprechend schrumpfen.

Banken verleihen kein Geld sondern geben Kredit. Dabei entsteht neues Geld. Durch diesen kaum beachteten aber entscheidenden Unterschied entsteht Geld aus dem Nichts und völlig ohne eigene Anstrengung im Bankensystem, von dem es sich Unternehmen, Staat und Bürger gegen Zinsen ausleihen müssen.

Die Folge ist, dass der gesamten Geldmenge ein gleich großer Schuldenberg gegenübersteht, plus Zinsschulden. Das für die Rückzahlung aller Schulden notwendige Geld ist nach der Geldschöpfung zwar im Umlauf, jedoch nicht das Geld für alle Zinsen. Das muss man sich wiederum ausleihen, und so weiter. Insolvenzen sind in diesem System als mathematische Funktion eingebaut.

Deshalb benötigen die Banken auch immer Sicherheiten. Jedes Jahr fällt mit Sicherheit ein Teil davon an die Banken, denn das Geld für alle Zinsen existiert einfach nicht. So kommen die Banken an reale Werte, obwohl sie nie etwas Reales verliehen hatten. „Die Bank gewinnt immer.“ Dieser alte Taschenspielertrick basiert auf einfacher Mathematik.

Zinsen haben zwar ihre Berechtigung als Risikoprämie und Preis für das Überlassen von Kapital. Aber in unserem Bankensystem entstehen die Zinsen für das Überlassen von Nichts. Dadurch entsteht eine künstliche Schuldenfalle für alle, die zu wenig Kapital besitzen. Und der Versuch, das nötige Eigenkapital durch ehrliche Arbeit aufzubauen, wird durch die Zinsen und unser leistungsfeindliches Steuersystem im Keim erstickt.

Jeder, der weniger als ca. 400.000 Euro Eigenkapital besitzt,
ist ein Zins-Sklave,

auch wenn er sich selbst nie verschuldet hat. Die durch das "Geld aus dem Nichts" überhöhten Zinsen verbergen sich in allen Preisen.

Der Zinsanteil an den Lebenshaltungskosten liegt inzwischen bei rund 40 Prozent. Er verbirgt sich vor allem in der Miete, aber auch in den Steuern und Abgaben sowie in allen Preisen für Verpflegung, Gesundheit, Kleidung, Bildung, KFZ-Kosten und in allen sonstigen Ausgaben.

Eine Familie, die nur etwa 18.000 Euro pro Jahr für ihren Lebensunterhalt ausgibt, bezahlt dabei rund 7.200 Euro Zinsen. Weitere 3.000 Euro Zinsen stecken in den Steuern und Abgaben, die sie für die 18.000 Euro Netto-Einkommen zu entrichten hatte. So bezahlt schon eine schuldenfreie, bescheiden lebende Familie - ohne es zu bemerken - jedes Jahr rund 10.000 Euro Zinsen.

Erst ab einem Anlagekapital von ca. 400.000 Euro erhält man nach Abzug von Steuern und Inflation einen jährlichen Kapitalertrag in der gleichen Größenordnung, durch den man diese Belastung ausgleichen kann.

Oberhalb der kritischen Kapitalmasse lebt es sich bedeutend leichter. Je weiter man aber unterhalb dieser Schwelle lebt, desto mehr Zinsen muss man für andere erwirtschaften, auch wenn man sich selbst nie verschuldet hat. Das ist eine versteckte Form dessen, was es in allen menschlichen Kulturen schon immer gab: Sklaverei. Und das Erwirtschaften der Zinsen durch Arbeit wird systembedingt immer schwieriger.

Um Geld zu verdienen, braucht man vor allem eines: Geld. Wer ohne Geld auf die Welt kommt, läuft sein Leben lang im Hamsterrad. Und vor lauter "Stress" in unserer "schnelllebigen Zeit" hat er nicht einmal die Zeit, um darüber nachzudenken.

Das ist so in unser Geldsystem mit Zwangsverschuldung und Zinseszinseffekt eingebaut.
Wir haben ein feudalistisches Geldsystem:

  • Zinssklaven: weniger als ca. 400.000 Euro Eigenkapital
  • freie Bürger: ab ca. 400.000 Euro Eigenkapital aufwärts
  • Feudalherren: mehrere Tausend Euro Zinseinnahmen pro Tag

Es ist ein Schneeballsystem, von dem nur die Feudalherren profitieren: Jeder Zinssklave, der versucht, ein freier Bürger zu werden, indem er die ca. 400.000 Euro Eigenkapital durch ehrliche Arbeit aufbaut, wird durch progressiv steigende Einkommenssteuern und Abgaben zu Tode geschröpft. Man muss Millionen für die Feudalherren erwirtschaften, bevor man ein freier Bürger werden kann. Die meisten schaffen das nicht und haben ein Leben lang keine Freiheit erlebt.

Moderne Sklaverei

Wer möchte nicht gerne „sein Geld für sich arbeiten lassen“? Aber Geld kann gar nicht arbeiten. Es sind immer Andere, die für die Zinsen arbeiten und zwar alle, die zu wenig Kapital besitzen.

Das Hamsterrad der Zinssklaven funktioniert nur, weil ca. 98 % der Menschen noch nie - auch nicht an Schulen oder Universitäten - darüber informiert wurden, wie das angeblich so komplexe Finanzsystem tatsächlich funktioniert. Wer es jedoch verstanden hat, gehört in der Regel zu den Nutznießern des Systems und hat kaum ein Interesse daran, das zu ändern.

„Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“
(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832)

Der Begriff "Sklave" wird hier nicht als Vergleich verwendet. Sklaverei ist heute Realität - auch für uns - und zwar für fast alle. Trotz all des Fortschritts müssen wir permanent schuften, um nicht auf der Straße zu landen. Dafür bekommen wir Geld, wovon aber ein Großteil in Form von Zinsen und Steuern direkt an die Feudalherren fließt. Und die benutzen dann dasselbe Geld, um uns nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen, damit wir sie mit Waren und Dienstleistungen versorgen für ein Leben ohne Arbeit in Überfluss und Dekadenz.

Seit früheren Kulturen hat sich nur die Form der Versklavung geändert. Sie ist heute so subtil, dass kaum jemand bemerkt, dass er ein Sklave ist, denn es gibt nun keine persönliche Zuordnung mehr zwischen Sklaven und Herren. Diese Funktion erfüllt heute das Geld- und Steuersystem.

Der Kampf um die Zinsen zerstört die Gesellschaft.

Da es das Geld für alle Zinsen gar nicht gibt, stellt sich die Frage, woher man es dann nehmen soll. Hier beginnt das alte Spiel, bei dem alle einen Stuhl ergattern müssen, während es immer einen zuwenig gibt. Je länger dieses Spiel gespielt wird, desto heftiger müssen sich die Menschen gegenseitig das Geld für die Zinsen abjagen. Die Verlierer müssen sich entweder immer tiefer verschulden oder den Banken Sachvermögen ausliefern.

Durch die Spirale von immer stärker wachsender Verschuldung auf der einen und immer schneller wachsenden Vermögen auf der anderen Seite wird die Umverteilung von Arm nach Reich durch Zinsen und Steuern automatisch immer dynamischer.

Es ist wie am Ende eines Monopoly-Spiels, in dem schon alle Straßen, Häuser, Bahnhöfe, das Elektrizitätswerk und das Wasserwerk vergeben sind. Wer nichts davon besitzt, soll nun im Kreis laufen (=arbeiten). Doch das Geld, das man dafür bei Erreichen von Los bekommt (=Einkommen), reicht nicht mehr aus, um über die Runden zu kommen.

Im täglichen Kampf um die Zinsen sind die Menschen zu beschäftigt, um den Systemfehler zu erkennen. Jeder kämpft nur noch für sich selbst und gegen alle anderen. Zeit für gegenseitige Hilfe hat man nicht mehr. Manche versuchen es durch ehrliche Arbeit, viele durch Manipulation, Lügen, Betrug und Gewalt. Die Gesellschaft zerfällt.

Die Problematik des Zinseszinseffektes ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Nicht umsonst haben die meisten Religionen Zinsen verboten. Und wo es sie doch gab, wurde alle 50 Jahre das sogenannte Jubeljahr ausgerufen, in dem alle Schulden erlassen wurden. Die aktuelle Krise entsteht durch den Versuch der heutigen Gläubigergeneration, all dieses historische Wissen und die Mathematik zu widerlegen und den notwendigen Schuldenerlass mit allen Mitteln so lange wie möglich hinauszuzögern.

Das ist die wahre Ursache der Finanzkrise.

„Das Kapital muss bedient werden“ ... bis der Staat und die Banken pleite sind.

Sobald sich die Menschen nicht mehr weiter verschulden wollen oder mangels Sicherheiten können, fehlen dem System die zusätzlichen Schuldner, die die steigenden Zinsen erwirtschaften sollten. Dem Wachstum der Vermögen kann dann nicht länger gedient werden. Die Banken, die bis dahin nur Instrument des Systems waren, geraten nun selbst in seine Fänge.

Große Kapitalmassen fordern ihre Zinsen und saugen das Geld immer stärker aus dem Wirtschaftskreislauf ab. Die Zinsen wirken dabei wie die Gravitation von Schwarzen Löchern. Die Kapitalmassen und ihre Anziehungskraft wachsen mit zunehmender Masse immer schneller.

Da die Banken die permanent steigenden Zinsen liefern müssen, aber selbst niemanden mehr finden, der ihnen noch mehr Zinsen bezahlt, werden sie am Ende selbst von den Kapitalmassen aufgesaugt. Alle Banken, Versicherungen und der Staat gehen zwangsläufig pleite. Die Politiker wissen das.

Die Konjunktur durch noch mehr Schulden ankurbeln zu wollen, gleicht dem Versuch, ein Schwarzes Loch zu sättigen, indem man es mit zusätzlicher Materie bewirft.

Die Pleite der Banken wird durch staatliche Rettungspakete noch so lange hinausgezögert, bis der Staat gemeinsam mit den Banken zusammenbricht. Dieses Ereignis tritt zwangsläufig ein, da die Schulden exponentiell wachsen, während die Sicherheiten in einer begrenzten Welt nur begrenzt wachsen können.

Vor dem Crash kommt die Phase des Faschismus.

Am Ende des Systems muss der Staat diese Schuldenlücke durch explosionsartig wachsende Staatsverschuldung auffüllen. Nur der Staat gilt dann noch als vertrauenswürdiger Schuldner, denn er kann seine Bürger enteignen und zu immer mehr Schuldendienst zwingen. Dazu werden in der Endphase des Systems faschistische Methoden eingesetzt.

Die Grundrechte werden heute schon immer weiter eingeschränkt. Der Überwachungsstaat wurde durch Maßnahmen wie das BKA-Gesetz, Online-Durchsuchungen, Wohnraum-Verwanzung, Abschaffung des Bankgeheimnisses oder den Einsatz des Geheimdienstes gegen Steuerflüchtlinge schon weit ausgebaut. Auch die Einführung der Internet-Zensur und die Vorbereitungen zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren sind alarmierende Entwicklungen.

Für all das braucht man natürlich Gründe, die von der Bevölkerungsmehrheit akzeptiert werden. Der angebliche Kampf gegen Terrorismus und Kinderpornographie liefert dafür den bestmöglichen Vorwand. Terrorismus entpuppte sich aber in der Geschichte schon oft als inszeniert und gegen Kinderpornographie braucht man keine Zensur sondern Haftbefehle.

So lässt sich das System noch eine Weile künstlich am Leben erhalten. Dabei wird aber das Leben für die meisten Menschen immer unerträglicher. Doch auch hier gibt es Grenzen, die spätestens dann erreicht sind, wenn der Staat so hohe Zinszahlungen leisten muss, dass das gesamte Brutto-Einkommen aller Bürger nicht mehr dafür ausreicht.

Wie viel von dieser sinnlosen Endphase wir noch erleben müssen, bevor das System wegen seines Konstruktionsfehlers ohnehin zusammenbricht, hängt davon ab, wie lange die Menschen es noch erdulden und wie lange sie es mit ihren Steuern und Zinsen noch künstlich am Leben erhalten.

Ein früherer Umstieg auf ein nachhaltiges Finanz- und Wirtschaftssystem würde uns diese schmerzhafte Endphase ersparen. Trotzdem halten die Politiker mit allen und zum Teil verfassungswidrigen Mitteln am bestehenden System fest, denn dieses bietet ihnen Privilegien, die sie sonst verlieren würden. Damit betrügen und verraten sie nachweisbar das eigene Volk.

Wie viel Zeit hätten wir für Familie und Kultur?

  • Wenn wir nicht ständig Steuern, Abgaben und Zinsen erwirtschaften müssten?
  • Wenn wir die vorhandene Arbeit gleichmäßiger verteilen würden?
  • Wenn sich alle Menschen an der nützlichen Arbeit beteiligen würden?
    - Finanzsystem
    - Steuersystem
    - Rechtssystem
    - Rüstungsindustrie
    - Politik
    - Verwaltungsapparat
    schaffen keinen Wohlstand.
  • Wenn die Pharma-Industrie heilen würde anstatt sich Kunden zu sichern?
  • Wenn unzählige nützliche Erfindungen realisiert werden dürften?
  • Wenn Werbung und Medien die gesamte Bevölkerung nicht permanent manipulieren würden?
  • Wenn wir ein Wirtschaftssystem hätten, in dem man nicht regelmäßig alles zerstören müsste, um hinterher wieder Vollbeschäftigung zu haben?

In unser Wirtschaftssystem ist der Zwang zu permanentem Wachstum und regelmäßiger Zerstörung fest eingebaut

Das Geldsystem mit Geld aus dem Nichts und Zinseszinseffekt steht für exponentielles Wachstum. Die Wirtschaft muss darin stets schneller wachsen als die Zinslast. Bei ca. 3 bis 5 Prozent jährlichem Wachstum kommen die verheerenden Folgen der Exponentialfunktion erst nach ca. 70 Jahren deutlich zum Vorschein. Spätestens dann kann der Körper (Wirtschaft) nicht mehr schneller wachsen als das Krebsgeschwür (Zinseszins).

Die Folge ist die totale Zerstörung aller geschaffenen Werte alle ca. 70 Jahre (Kondratieff-Zyklus).
„In the long run we are all dead.“ (John Maynard Keynes, 1883 - 1946)

Verschrottung und Neubau von intakten Autos (Abwrackprämie) stellt hier nur einen harmlosen Anfang dar. Es ist leider mathematisch notwendig, noch sehr viel mehr zu zerstören, wenn wir an diesem System festhalten. Nach der sinnlosen Zerstörung kommt der sinnlose Wiederaufbau, ein neues Wirtschaftswunder und wieder Vollbeschäftigung. Dauerhafte Vollbeschäftigung ist jedoch unmöglich aber auch unnötig.

Unser Wirtschaftssystem ist so makaber: Es verträgt keine Schaffung bleibender Werte. Wenn man zum Beispiel ein Heilmittel gegen Krebs oder eine nachhaltige Energiequelle entdeckt hätte, müsste das geheim gehalten werden. Ansonsten würde so viel Arbeit unnötig werden und das Sozialprodukt so stark schrumpfen, dass das System noch schneller zusammenbrechen würde.

In einem vernünftigen Wirtschaftssystem wäre weniger Arbeit kein Unheil sondern eine Errungenschaft. Nur die Verteilung des Nutzens müsste dann anders geregelt werden. Solche Wirtschaftssysteme existieren schon lange in der Theorie - zum Beispiel die Marktwirtschaft. Aber sie werden von den Nutznießern der etablierten Systems nicht zugelassen.

Kapitalistische Planwirtschaft

Inflation, Deflation, Wirtschaftswachstum oder Wirtschaftskrisen lassen sich über das Geldsystem nach Belieben zentral steuern. Geldart, Geldmenge, Leitzins und Kreditvergabe unterliegen keinen marktwirtschaftlichen Mechanismen sondern werden von den Zentralbanken festgelegt.

Wenn die Hälfte aller Güter, die an jeder Geschäftstätigkeit beteiligt sind - das Geld - in Art, Menge, Wert und Ausgabepraxis zentral gesteuert wird, dann ist das keine Marktwirtschaft sondern Planwirtschaft.

Der Sozialismus und unsere Variante des Kapitalismus sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Beide Systeme basieren im Kern auf Planwirtschaft. In der sozialistischen Planwirtschaft wird die Wirtschaft durch eine staatliche Institution gelenkt: das Zentralkomitee. In unserer kapitalistischen Planwirtschaft geschieht das Gleiche mit Hilfe der zentralen Lenkung des Geldsystems durch die Zentralbank.

Geld regiert die Welt. Aber wer regiert eigentlich das Geld?

... jedenfalls nicht der Staat, denn sonst wäre er ja nicht so hoch verschuldet.

Eigentlich müsste ein Staat überhaupt nicht verschuldet sein und ständig Zinsen zahlen, denn er könnte ja eigenes Geld herausgeben. Doch wegen der Abschaffung des Goldstandards musste verhindert werden, dass der Staat unbegrenzt Geld druckt und Inflation erzeugt. Deshalb wurde diese Macht in die Hände des privaten Bankensystems gegeben, welches seither genau das Gleiche tut, nur nicht im öffentlichen sondern im eigenen Interesse.

Wenn ein Staat ständig Kredite braucht, dann ist er genauso wie Unternehmen oder Bürger von den großen Gläubigern abhängig. Der Staat ist somit fremdbestimmt. Er kann gar nicht im Interesse der Bürger handeln sondern muss den Interessen des Geldes dienen. Die Staatsgewalt geht nicht - gemäß Artikel 20, Absatz 2 des Grundgesetzes - vom Volke aus. Es ist das Geld, das die Entscheidungen trifft, also zum Beispiel welche Technologie entwickelt werden darf oder gegen wen ein Staat Krieg zu führen hat.

Die Verleiher des selbst kreierten Geldes legen fest, welchen Wert "unser" Geld hat und können uns damit nach Belieben Kaufkraft verleihen oder entziehen. Wer die Kontrolle über das Geld eines Staates hat, der hat auch die Kontrolle über den Staat, aber ohne vom Volk gewählt worden zu sein.

Diktatur mit freien Wahlen

Unsere Politiker sind nicht dumm. Das mag für viele überraschend klingen, doch sie sind wirklich gerissen und jeden Cent wert, den sie bekommen - nur leider nicht aus Sicht des Volkes. Sie vertreten die Interessen des Geldes, was man auch leicht daran sieht, wofür Rettungspakete in Milliardenhöhe auf Rechnung der Steuerzahler spendiert werden und wofür nicht. Doch bei den meisten Menschen ist das so noch gar nicht angekommen.

Die entscheidende Rolle dabei spielen die Massenmedien. Eine Ausnahme stellt zurzeit noch das Internet dar. Entsprechend wird jetzt mit fadenscheinigen Argumenten die allgemeine Internet-Zensur eingeführt. Und jeder Politiker, der es wagt, etwas dagegen zu sagen, wird als Befürworter von Kinderpornographie dargestellt werden. So müssen sich die Politiker sogar ihr eigenes Grab schaufeln, indem sie die Internet-Zensur einführen und dadurch erst recht von den großen Medienkonzernen abhängig bleiben.

Alle Politiker sind auf wohlwollende Massenmedien angewiesen, um ein bestimmtes Amt und die damit verbundenen Privilegien zu erlangen. Sie brauchen die öffentliche Meinung auf ihrer Seite und richten all ihre Handlungen daraufhin aus. Es gibt jedoch keine "öffentliche" sondern nur eine "veröffentlichte" Meinung, die von den Eigentümern der Massenmedien erzeugt wird. Damit haben sie die Macht, jede beliebige Person in jedes beliebige Amt zu setzen, dort zu steuern und wieder daraus zu entfernen.

Darum ist es völlig irrelevant, wer für welches Amt als Marionette dient. Alle Politiker müssen gehorchen. Doch das fällt ihnen nicht schwer, denn sonst wären sie ja nicht so weit gekommen. Während einer gesamten politischen Laufbahn herrscht das Prinzip der negativen Selektion: Zum Erreichen der lukrativsten Posten braucht man vor allem Eigenschaften wie Schauspielerkönnen, Charakterlosigkeit, Gerissenheit, Habgier und Geltungsdrang. Von den Politikern kann man nichts erwarten. Sie sind weder dazu ausgebildet, noch fähig, noch willens irgendetwas Anderes zu tun.

Neue Ideale haben keine Chance. Viele neue Parteien träumen davon, was sie alles bewirken würden, wenn sie nur das Interesse der Öffentlichkeit auf sich ziehen könnten. Doch das Interesse der Öffentlichkeit ist ein Machtinstrument. Das kann man nicht mal eben schnell an sich reißen. Das System erhält sich selbst. Zuerst muss man systemkonform werden, dann bekommt man wohlwollende Medienberichte, und erst dann darf man vielleicht mal Regierung spielen. Das ist auch der Grund, warum jede Regierung im Wesentlichen immer das Gleiche tut.

  • Teile und herrsche: Die Subparteien haben die Aufgabe, die Zinssklaven in Untergruppen einzuteilen und deren Interessen dann gegeneinander auszuspielen: mehr Steuern oder Pflichten für die einen, mehr Transferleistungen oder Rechte für die anderen oder umgekehrt. Aber Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Selbständige, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Rentner sowie Minderheiten gleich welcher Art gehören alle zur Gruppe der Zinssklaven. Die Feudalherren, die vom Parteienkartell stets unbehelligt bleiben, teilen und herrschen.
  • Brot und Spiele: Staatliche Transferleistungen sind das Brot. Die Spiele sind heute niveaulose Unterhaltung, Casting-Shows im Fernsehen, manipulative Musik im Radio und Nachrichten die ablenken anstatt aufzuklären. Die breite Masse muss schließlich satt, dumm, gleichgültig und bei Laune gehalten werden. „Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.“ (Henry Ford, 1863-1947).
  • Psychologie der Massen: Alle Menschen sind manipulierbar. Gegen die professionellen Methoden der Manipulation ist das Gehirn nahezu chancenlos. Selbst die Hartgesottensten glauben irgendwann die unsinnigsten Botschaften, wenn sie nur ausgeklügelt genug verpackt sind und oft genug wiederholt werden. Viele beginnen sogar, an sich selbst zu zweifeln, wenn alle anderen bestimmte Dinge glauben und tun, während nur man selbst anders ist. Das ist Gehirnwäsche. Wenn das nicht funktionieren würde, gäbe es doch auch keine Werbung, weil sie dann nichts bringen würde.

Das Modell der Gewaltenteilung, funktioniert nicht einmal bei den drei Gewalten, für die es ursprünglich konzipiert wurde: Exekutive und Judikative sind fremdbestimmt durch die Legislative. Und das BKA hat sich Befugnisse aller drei Gewalten verschafft und sich dadurch gleich ganz von jeglicher Legitimationspflicht abgekoppelt.

Doch unabhängig davon stehen über diesen Gewalten noch zwei wesentlich stärkere, nämlich Geldschöpfung und Medien.

Den meisten Menschen ist noch gar nicht aufgefallen, dass nach jeder Wahl weitgehend die gleichen Politiker in den Parlamenten sitzen. Diese Personengruppe als Ganzes kann man als Einheitspartei betrachten, die lediglich in verschiedene Flügel eingeteilt wird. Die sogenannten Parteien sind tatsächlich nur Subparteien, und „Die Partei“ bekommt immer über 90 Prozent der Stimmen.

Die Massenmedien haben das Wahlvolk dabei so gut unter Kontrolle, dass Wahlfälschungen erst gar nicht nötig sind. Rückständige Diktaturen manipilieren Wahlen, moderne Diktaturen manipulieren die Wähler. Letzteres ist nicht nur unauffälliger und effizienter sondern sorgt auch dafür, dass ein Verdacht auf Wahlfälschungen gar nicht erst aufkommt und regimekritische Demonstrationen von Anfang an keinen Nährboden bekommen.

All das zeigt deutlich, dass Wahlen nur noch dazu da sind, die Illusion von der Demokratie aufrecht zu erhalten. Aber ohne Demokratie braucht man jedoch alternative Instrumente, um das System zu verbessern.

Steuerboykott

Die Ursache all dieser Widrigkeiten liegt in unserem Geld- und Steuersystem. Alle Politiker können, dürfen, wollen und werden niemals etwas daran ändern, denn sie würden sich damit den Ast absägen, auf dem sie alle selbst sitzen.

Das Finanzsystem durch immer mehr Schulden und Steuern zu erhalten, wird von der Regierung als „alternativlos“ bezeichnet. Dies geschieht jedoch ausschließlich im eigenen Interesse und nicht im Interesse der Allgemeinheit. Damit führen uns die Politiker zwangsläufig immer tiefer in die Verschuldung und folglich in die Phase des Faschismus.

Wer dem Staat der Zins- und Steuersklaven entkommen will, stellt sich vielleicht die Frage, ins Ausland zu gehen, falls er noch einen Staat findet, in dem die Situation besser ist - und bleiben wird. Viele gute Leute sind leider schon gegangen, doch es gibt auch die Möglichkeit, sich zuhause für Veränderungen einzusetzen.

Es ist höchst umstritten, ob die Regierung der BRD völkerrechtlich überhaupt dazu legitimiert ist, das hier ansässige Volk zu vertreten, denn dieses hat seit der Wiedervereinigung noch nicht über eine gemeinsame Verfassung abgestimmt. Und falls das Grundgesetz von 1949 dennoch für das gesamte Gebiet der ehemaligen BRD und DDR gelten sollte, besteht gemäß Artikel 20 des Grundgesetzes, ein Recht auf Widerstand, wenn die verfassungsmäßige Ordnung beseitigt wird.

Doch herausfordern sollte man beides nicht, denn die BRD-Regierung verfügt über die Exekutive und die Judikative. Wenn die Exekutive mit Waffengewalt anrollt, um die Steuern einzutreiben, dann nützt es nichts, sich hinter dem Grundgesetz zu verstecken, denn die von der Regierung ebenfalls kontrollierte Justiz wird niemals zugeben, dass sie abhängig ist, dass die verfassungsmäßige Ordnung entweder ohnehin nicht gegeben ist oder aber beseitigt wird und dass die Staatsgewalt nicht vom Volke sondern vom Gelde ausgeht.

Wem der aktive Widerstand deshalb zu heikel ist, der kann auch völlig legal durch passiven Widerstand in Steuerboykott treten. Gelingen kann das aber nur durch soziale Netzwerke, die vom Staat und vom schuldbehafteten Geld des Bankensystems unabhängig sind, also zum Austausch von Waren und Dienstleistungen keine Euro, Dollar, Franken und so weiter mehr benutzen sondern Selbstversorgung, Tauschhandel und Alternativwährungen aufbauen und steuerpflichtiges Einkommen somit weder haben noch benötigen.

Für die Diskussion über die Frage, ob ein Steuerboykott das richtige Mittel zum Widerstand ist und welche Möglichkeit sich dafür am besten eignet, - Alternativwährungen, Zahlungsstopp, Rechtsweg oder etwas ganz Anderes - steht unser Forum zur Verfügung.


Literaturempfehlungen

Ludwig von Mises: Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel
Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung: Das komplette Buch ist online verfügbar.
Prof. Dr. Margrit Kennedy: Geld ohne Zinsen und Inflation
Prof. Dr. Margrit Kennedy: Regionalwährungen
Prof. Bernd Senf: Der Nebel um das Geld
Prof. Bernd Senf: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise: Videos online verfügbar
Günter Hannich: Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Der Weg in den Dritten Weltkrieg.
Günter Hannich: Staatsbankrott - Wann kommt die nächste Währungsreform?
Günter Hannich: Der Marionettenstaat - So durchschauen Sie die Pläne der Drahtzieher.
Helmut Creutz: Das Geld-Syndrom: Das komplette Buch ist online verfügbar.
Andreas Popp: Der Währungs-Countdown
Andreas Popp: Das Matrix Syndrom
Andreas Popp: Brot und Spiele
Gustave Le Bon: Psychologie der Massen: Das komplette Buch ist online verfügbar.
Elias Erdmann: Methoden der Manipulation: Das komplette Buch ist online verfügbar.

Aktuelles: www.mmnews.de: Nachrichten, die im Mainstream nicht erscheinen


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